„Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“

Türkische Eltern und Jugendliche zeigen
großes Interesse an der Informationsveranstaltung zum Thema
„Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“

Um mehr junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den Lehrerberuf zu interessieren, sind am Freitag, den 17. April 2009 im  Rahmen der Eltern – und Schülerinformationsreihe zum Thema „Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“ mehr als 60 Interessierte Teilnehmer/innen türkischer Herkunft in Räumlichkeiten des Verbandes Türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa e. V.  (ATIAD) zusammengekommen.  
Etwa jeder vierte Schüler in Nordrhein-Westfalen hat eine Zuwanderungsgeschichte. In manchen Großstadt-Schulen liegt der Schüleranteil aus Zuwandererfamilien über 60 Prozent, in Ballungsgebieten NRWs sogar bis zu 90 Prozent. Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte sind dagegen eher eine Ausnahme. Ihr Anteil beträgt nur etwa ein Prozent.

In der Gemeinschaftsveranstaltung des türkischen Elternverbandes in NRW (FÖDEN) und ATIAD wurde es in drei verschiedenen Workshop-Einheiten einen Überblick über Struktur und Inhalt des Berufsfeldes vermittelt. Die Teilnehmer/innen erfuhren, welche Anforderungen der Arbeitsalltag mit sich bringt und welche Karrierechancen sich bieten.
Schulministerin Barbara Sommer, der ATIAD-Vorstandsvorsitzende Prof. Recep Keskin und Kadir Daglar, Vorstandsvorsitzender des Elternverbandes sagten in einer gemeinsamen Stellungnahme: „Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte sind Vorbilder. Sie stehen für eine gelungene Integration und erfolgreiche Bildungskarrieren. Wir brauchen mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte an unseren Schulen, weil sie mit ihren kulturellen, mehrsprachigen und fachlichen Kompetenzen dazu beitragen können, die Lernerfolge von Schülerinnen und Schülern mit ausländischen Wurzeln zu verbessern.“
Vorsitzender des Beirats von ATIAD, Esref Ünsal,  fügte hinzu: „Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte werden dringend gebraucht. Sie sind Vorbilder gelungener Bildungsbiografien Vorbilder, Vertraute und Brückenbauer zwischen Schule und Familie.“