Diversity Factory

Coaching, Beratung und Begleitung durch mobile Task Force Teams für eine diversitykompetente Berufsausbildung

Das Projekt Diversity Factory des Trägers Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. (TGD) verfügt bundesweit über drei Standorte: Berlin, Düsseldorf und Hannover. Die operative Durchführung am Standort Düsseldorf liegt bei ATIAD, dem Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa e.V.

Diversity Factory setzt sich für die erfolgreiche Integration von Auszubildenden mit Migrationshintergrund in den Unternehmen und Betrieben ein. Zielgruppenorientierte und bedarfsgerechte Angebote des Projektes sollen die Ausbildungssituation der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund deutlich verbessern und die Ausbildungsbemühungen von Unternehmen und Betrieben kompetent unterstützen. So sollen gegenseitige Annahmebarrieren gezielt abgebaut und Ausbildungsabbrüche verhindert werden, denn die Schwierigkeiten der Auszubildenden mit Migrationshintergrund ergeben sich oft nicht nur aufgrund einer Alltagumstellung und höherer Anforderungen sondern auch durch mangelhafte externe Unterstützung für die ausbildenden Betriebe. Sowohl betroffene Auszubildende als auch Unternehmer und Betriebe beklagen oftmals Vertrauensverluste, Kommunikationsschwierigkeiten, Konflikte und Leistungsabfälle, die bis zum Ausbildungsabbruch führen können. Damit diese jungen Menschen in der Ausbildung bleiben und die Ausbildungsbemühungen der Unternehmen und Betriebe erfolgreich verlaufen, benötigen sie intensive diversitygerechte Begleitungs- und Coachingdienste. Diese stellt ihnen das Projekt Diversity Factory zur Verfügung.

Die Bedeutung des Projektes ist angesichts des demografischen Wandels, der uns nicht nur mit einer schrumpfenden sondern auch älter werdenden Bevölkerung konfrontiert, und der damit verbundenen Frage nach der Sicherung qualifizierter Nachwuchskräfte für Unternehmen und Betriebe am Wirtschaftsstandort Deutschland nicht von der Hand zu weisen. In diesem Zusammenhang erklärte Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, anlässlich der Verabschiedung des Migrationsberichtes 2008, dass junge Migranten die Fachkräfte von morgen seien. Die Unternehmen profitierten dabei von der Mehrsprachigkeit und den kulturellen Erfahrungen der Migranten.

Auszubildende mit Migrationshintergrund, die sich den Anforderungen des beruflichen Anforderungen des beruflichen Alltags bewusst sind und ihre persönlichen Stärken sowie Bedürfnisse gefördert bzw. berücksichtigt sehen, sind motivierter, bringen sich stärker in den Arbeitsalltag ein, sind leistungsfähiger und weisen insgesamt eine höhere Arbeitszufriedenheit auf. Darüber hinaus bleiben sie den Unternehmen und Betrieben als Arbeitskraft länger erhalten. Demzufolge sind sie in Zeiten von Globalisierung und international agierenden Wirtschaftsmärkten ein deutlicher Gewinn für die Unternehmen und Betriebe.

Angesichts der hohen Ausbildungsabbruchquote von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund, die, laut Mikrozensuserhebungen, doppelt so hoch ist wie bei Auszubildenden ohne Migrationshintergrund, ist eine stärkere Verbreitung des Diversity Ansatzes besonders wichtig für die innerbetriebliche Leistungsbereitschaft und die Sicherung von qualifizierten Nachwuchskräften.


Tag der türkischen Wirtschaft in Deutschland

Treffpunkt der türkischen Unternehmer in Europa!

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