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NRW Wirtschaftsminister Duin besucht Gerd Wolff Maschinenfabrik

Türken als Unternehmensnachfolger festigen nicht nur die Binnenwirtschaft, sie stärken auch die Außenwirtschaft!

ATIAD, Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa,  setzt die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Unternehmensnachfolge  mit dem Wirtschaftsministerium des Landes NRW, dem Bundesland mit dem höchsten Anteil an Personen mit türkischem Migrationshintergrund, fort.

Nachdem am ursprünglich für den 25. November 2013 geplanten Besuch des Unternehmens Gerd Wolff Maschinenfabrik hatte Garrelt Duin, Wirtschaftsminister des Landes NRW, aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können. Mit der Wahrnehmung des Termins hatte er seinen Referatsleiter für Unternehmensnachfolge Hans-Peter Beyer beauftragt. Nachdem er sich auskuriert hat, ließ er es sich jedoch nicht nehmen am 09. Januar Gerd Wolff Maschinenfabrik auch persönlich einen Besuch abzustatten. So konnte er sich vor Ort selber von dem Maschinenbauer und der Unternehmensleitung überzeugen. Damit unterstrich er zudem, wie wichtig ihm das Thema “Migranten als Unternehmensnachfolge” ist. Gemeinsam mit Aziz Sarıyar, Vorstandsvorsitzender  von ATIAD, Müfit Tarhan, 1. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender von ATIAD, Volkan Kuru, 2. Stellvertretender Vorstandsvorsitzender von ATIAD, Nihat Kanat, Vorstandsmitglied von ATIAD, Prof. Recep Keskin, Beiratsvorsitzender von ATIAD sowie Ömer Sağlam, Geschäftsführer von ATIAD, beging er die Produktionsstätten der in Hagen ansässigen Firma Gerd Wolff Maschinenfabrik. Diese wurde 1998 von Bekir Sunman, einem türkischstämmigen Maschinenbauingenieur und seinem Partner Klaus Konrad übernommen und wird seit dem erfolgreich fortgeführt.

Minister Duin ging in der anschließenden Gesprächsrunde näher auf das Thema “Unternehmensnachfolge” ein und belegte die Bedeutung des Themas für die Zukunft der Republik anhand von Zahlen. Demnach müssten in Deutschland in den nächsten 5-7 Jahren, vor allem aufgrund des Generationswechsels, jährlich ca. 70.000 Unternehmen eine Nachfolgeregelung treffen. Türkischstämmige würden, nicht nur bei Unternehmensgründungen, sondern auch bei der Frage der Unertnemenserhaltung und  -forführung, ein erhebliches, nicht außeracht zu lassendes Potential darstellen. Es wäre ihm eine große freude mit Gerd Wolff Maschinenfabrik, ein seit der Übernahme erfolgreich fortgeführtes Unternehmen zu besuchen, welches in beiden Ländern Arbeitsplätze sichert und einen Beitrag zu den deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen leistet. Gerd Wolff wäre ein sehr gutes Beispiel dafür, dass deutsche Traditionsunternehmen, die durch Migranten übernommen werden, "nicht nur die Binnenwirtschaft am Leben halten, sondern sichtbar auch die Außenwirtschaft stärken". Vor allem für ein exportorientiertes Land wie Deutschland sei dies mehr als nur ein höchstwillkommener Nebeneffekt, der nicht außeracht gelassen dürfe.

Die Firma Gerd Wolff Maschinenfabrik, wurde 1954 durch Gerd Wolff gegründet. Seit 1954 stellt sie Maschinenbauteile für die Stahlindustrie her. Ende 1998 wurde Gerd Wolff Maschinenfabrik durch Bekir Sunman und seinem Geschäftspartner Klaus Konrad übernommen. In den vergangenen 16 Jahren konnte das Unternehmen seinen Umsatz fast verdreifachen.  Inzwischen wurde sogar eine Produktionsstätte mit Standort in der Türkei aufgebaut. Dadurch wurde der türkische Markt auch für Produkte aus Hagen zugänglich.

Bemerkenswert dabei ist, dass das Standbein in der Türkei den Standort in Deutschland stärkt und damit Arbeitsplätze sichert. Denn längst wird ein Großteil der Aufträge in der Türkei generiert. Ein Teil dieser Aufträge wird zur parallelen Fertigung an das deutsche Werk weitergereicht und nach Fertigstellung in die Türkei ausgeliefert. Die Marke “Made in Germany” genießt in der Türkei nach wie vor ein exzellentes Ansehen. Man ist überzeugt von der Qualität der Produkte. Auf der anderen Seite fallen durch die türkische Unternehmensführung und die interkulturelle Kompetenz der Unternehmer Hemmnisse und sprachiche Barrieren weg. Mit richtiger Planung, überlegten Investitionen und Interkultureller Kompetenz  stellt die Gerd Wolff Maschinenfabrik ein vorbildliches Beispiel für Unternehmen aus Deutschland, die ins Ausland expandieren möchten, dar und setzt seinen Wachstumspfad fort.

Für das Wirtschaftsministerium NRW seien die Themen Unternehmensnachfolge und Außenwirtschaft jedenfalls von höchster Relevanz. Um dies zu untermauern wolle man künftig weitere Besuche dieser Art durchführen und so Vorhaben auf diesem Gebiet unterstützen.

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