Impulse für resilientes Wachstum, Künstliche Intelligenz und nachhaltige Transformation
Düsseldorf – Am 18. April 2026 fand im Congress Center Düsseldorf der 9. Deutsch-Türkische Wirtschaftstag statt. Die vom ATİAD – Europäischer Verband der türkischen Unternehmer und Industriellen organisierte Veranstaltung brachte führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsthemen wie resilientes Wachstum, Künstliche Intelligenz, nachhaltige Mobilität sowie digitale und soziale Innovationen. Ziel war es, neue Impulse für die Weiterentwicklung der deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen in den kommenden zehn Jahren zu setzen.
In den hochkarätig besetzten Plenarsitzungen wurde deutlich, dass gemeinsame Werte, technologische Zusammenarbeit und strategische Partnerschaften zunehmend an Bedeutung gewinnen. ATİAD-Präsident Aziz Sarıyar betonte die Rolle türkischstämmiger Unternehmerinnen und Unternehmer als festen Bestandteil der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft. Mit rund 100.000 Unternehmen und einem Jahresumsatz von etwa 75 Milliarden Euro seien sie ein stabilisierender Faktor.
Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hob die enge wirtschaftliche Verflechtung hervor und bezeichnete die Türkei als integralen Bestandteil der europäischen Wertschöpfungskette. Die Partnerschaft sei insbesondere für die grüne Transformation und Digitalisierung von zentraler Bedeutung. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller unterstrich die Rolle der Stadt als bedeutenden Standort der türkischen Wirtschaft in Europa und verwies auf die Dynamik der ansässigen Unternehmen.
Auch auf internationaler Ebene wurde die strategische Relevanz der Beziehungen betont. Der Botschafter der Republik Türkiye in Berlin, Gökhan Turan, verwies auf die über 100-jährige diplomatische Verbindung, die sich zunehmend zu einer global wirksamen Partnerschaft entwickle – insbesondere in Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit. Hakan Aran, CEO der Türkiye İş Bankası, forderte ein Umdenken: Unternehmen müssten „aus der Zukunft heraus“ denken, da Technologien wie KI das Banking und viele weitere Branchen grundlegend verändern würden. Orhan Turan, stellvertretender Vorsitzender des TÜSİAD-Hochbeirats, bezeichnete „resilientes Wachstum“ als Schlüsselbegriff für das Jahr 2026 und hob die Rolle von KI als Antwort auf den globalen Fachkräftemangel hervor.
Ergänzt wurden die Plenarbeiträge durch vier Fachpanels, in denen Expertinnen und Experten konkrete Entwicklungen und Herausforderungen diskutierten. Unter dem Titel „Glokale Impulse – Lokales Handeln, globale Wirkung“ wurden erfolgreiche regionale Kooperationsmodelle beleuchtet, unter anderem am Beispiel der wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Essen und Zonguldak.
Das Panel „Künstliche Intelligenz – Neue Perspektiven für die Wirtschaft“ widmete sich Fragen der digitalen Souveränität, industriellen Anwendungen sowie ethischen Aspekten des KI-Einsatzes.
Im Bereich „Mobilität 4.0“ standen Themen wie autonomes Fahren, datenbasierte Logistik und Sicherheitsstandards im Luftverkehr im Fokus.
Das vierte Panel zur „Sozialen Ökonomie“ behandelte nachhaltige Lieferketten und menschenzentrierte Produktionsmodelle in einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft.
Der Wirtschaftstag wurde von zahlreichen Partnern und Sponsoren unterstützt. Zu den Platin-Sponsoren zählten DEREWA, MERINOS und TROJA, während Maher Holding als Gold-Sponsor und ISSPOS by Windsoft, Uludağ sowie ESAS als Silber-Sponsoren auftraten. Weitere Unterstützung kam unter anderem von Horoz Lojistik, der Ziraat Bank International AG, Acıbadem und der Wirtschaftsförderung Düsseldorf.
Begleitend zur Konferenz präsentierten sich zahlreiche Unternehmen mit eigenen Ständen und unterstrichen die Innovationskraft und Vielfalt der deutsch-türkischen Wirtschaftslandschaft.
Der 9. Deutsch-Türkische Wirtschaftstag setzte damit ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit der bilateralen Beziehungen und machte deutlich, dass Kooperation, Innovation und gemeinsame Strategien entscheidend für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg sind.





































